Schlossgespenst Gustav
Anleitung für das Basteln einer Marionette mit Kindern
So sieht der fertige Gustav aus.
Wer mit Kindern diese Bastelanleitung befolgen will, sollte sie am besten mit einer kleinen Geschichte einführen.
Basteln macht Kindern zwar meistens Spaß, aber einfacher und lustiger wird es für sie noch, wenn sie zu dem zu bastelnden Gegenstand eine persönliche Beziehung entwickeln können. Das kleine Gespenst, das nach der folgenden Anleitung als Marionette mit etwas Hilfe einer erwachsenen Person nachgebaut werden kann, könnte man daher Gustav nennen, dessen Spuk-Zuhause Schloss Sans-Souci in Potsdam ist.
Tipp: Kinder sollten die Anleitung erst bis zum Schluss lesen, bevor sie zu basteln anfangen.
Diese "Zutaten" braucht man für Gustav.
Um Gustav nachzubasteln, braucht man
- ein Seidentuch, 75cm x 75cmweißes Garn
- etwas dickeren Faden (z.B. zum Sticken), die Farbe ist egal
- zwei Holzleistchen, jeweils ca. 15 cm lang und ca. 1 cm breit
- eine Styroporkugel mit ca. 10 cm Durchmesser
- ein bisschen Kleber, Papier, eine Nähnadel, einen schwarzen Filzstift und eine Bohrmaschine mit einem dünnen Holzbohrer
- jemanden, der hin und wieder beim Basteln hilft.
So faltet man das Seidentuck über der Styroporkugel.
Schritt für Schritt wird aus einem Tuch ein Schlossgespenst:
1. Als erstes packt man das Seidentuch aus.
2. Dann macht man es nass und knüllt es zusammen. Dadurch bekommt es lauter kleine Knitterfältchen, und Gustav sieht nachher hübscher aus.
3. Zum Trocknen breitet man das Tuch wieder aus. Jetzt muss man warten, bis es wieder trocken ist.
4. Wenn das Tuch wieder trocken ist, breitet man es auf einem Tisch oder auf dem Boden aus.
Abbinden des Kopfes
5. Dann nimmt man die Styroporkugel und legt sie in die Mitte des Tuches.
6. Nun faltet man das Tuch so, wie es auf dem Bild zu sehen ist.
7. Danach fasst man das Tuch unter der Kugel zusammen, dort, wo später Gustavs Hals sein wird.
8. Ein Helfer oder eine Helferin bindet mit dem weißen Garn den Hals ganz fest ab. Er oder sie soll dabei das Garn immer wieder um den Stoff schlingen.
Platzierung des halbfertigen Gespenstes
9. Nun legt man das halbfertige Gespenster wieder auf den Tisch oder den Boden und breitet den Stoff unterhalb des Kopfes zu den Seiten hin aus, so als würde Gustav die Arme seitlich ausstrecken.
10. Jetzt muss man entscheiden, wo bei dem Gespenst vorne und wo hinten sein soll.
11. Wenn man sich entschieden hat, legt man sein Gespenst so hin, dass die Seite oben liegt, die die vordere werden soll.
12. Man knotet als nächstes ganz links und ganz rechts die Hände ab.
Gespenst mit Händchen.
13. Jetzt braucht man ein Blatt Papier und einen schwarzen Filzstift. Mit dem Filzstift malt man Kreise von zwei Zentimetern Durchmesser auf das Papier. Diese Punkte werden später die Gespensteraugen.
14. Wenn es einem wichtig ist, dass die Augen ganz rund sind, kann man einen Zirkel benutzen, um die Kreise zu zeichnen. Man kann die Kreise auch auf dem Computer malen und dann ausdrucken.
15. Die fertigen Kreise schneidet man sorgfältig aus.
Papier mit aufgemalten Augen.
16. Nun hält man die Kreise an den Gespensterkopf und entscheidet, wo die Augen des Gespenstes genau sein sollen. Man klebt sie an den Stellen an, an denen man sie haben möchte.
17. Jetzt braucht man die Holzleistchen. Dafür sollte ein Erwachsener oder eine Erwachsene mit einem dünnen Bohrer vier Löcher in die Leisten bohren. Jeweils ein Loch soll in der Mitte der Leiste, ein anderes ein Zentimeter von einem Ende entfernt liegen.
Kreuzweise verbundene angebohrte Holzleisten.
18. Die Holzleistchen legt man über Kreuz aufeinander, sodass die Löcher in der Mitte der Leisten genau übereinander liegen.
19. Nun befestigt man die beiden Leisten mit dem dickeren Faden aneinander, sodass sie die Kreuzform behalten.
20. Als nächstes bindet man ein Stück des weißen Fadens dort an, wo sich die Leisten kreuzen. Das andere Ende des Fadens näht man mit der Nähnadel an Gustavs Kopf fest. Dabei achtet man darauf, dass man den Faden nicht nur an einer Stelle von Gustavs Kopf festmacht, sondern an mehreren, je nachdem, wie dick und stabil das Seidentuch ist. (Gustav hängt nachher an diesem Faden und soll nicht abreißen.)
An Fäden schwebender Gustav.
21. Jetzt kann Gustav schon schweben, aber er kann seine Arme noch nicht bewegen. Darum knotet man zwei weitere weiße Fäden an den beiden äußeren Löchern des Holzkreuzes fest.
22. Die anderen Enden der Fäden knotet man an Gustavs Armen fest, am besten direkt hinter den Knoten, die seine Hände abbinden. Dabei muss man aufpassen, dass die Fäden lang genug sind. Sie sollten so lang sein, dass die Arme des kleinen Gespenstes herunterhängen, wenn man nicht an den Fäden zieht.
Damit ist Gustav fertig. Am Kreuz kann man ihn durch die Gegend schweben lassen. Wenn man an den Armfäden zieht, kann man seine Arme bewegen.
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